Zuchterfolg und reale Qualität.
Betrieb Christoph Steiner.
Gründe Schafe zu züchten sind vielfälltig, z.B. zur Gestaltung seiner eigenen Freizeit, heute auch immer mehr mit wirtschaftlichem Hintergrund als Grundlage der eigenen Existenz.
Es ist eine grosse Herausforderung, sich in der Schweiz, hauptberuflich mit der Schafhaltung eine Existenz aufzubauen. Nebst den betriebswirtschaftlichen geforderten Aufzeichnungen, sind auch laufend Auswertungen der qualitativen Erfolge und Resultate festzuhalten, um auch auf fundierte Zahlen zurückgreifen zu können, wenn Vergleiche zu den verschiedensten Produktionsformen angestellt werden. Gut klingende Namen von Analysen und Gen-Bestimmungen, die in Schafländern wie Neuseeland für die Verbesserung der Qualität mit Beständen von 10000 Schafen und mehr pro Betrieb ihre Berechtigung haben. In der Schweiz mit unseren kleinen Beständen und ganz anderen Strukturen sind solche Praktiken wohl sehr interessant aber eher unrealistisch. Meistens lassen in der Schweiz praxisbezogene Resultate aus dem eigenen Betrieb auf sich warten.
Zahlen aus meinem Berieb vom Jahr 2009, nachdem ich seit rund 3 Jahren Texel in Reinzucht und Böcke aus französischer Zuchtrichtung als Kreuzungs- Partner im Einsatz habe.
Die Resultate basieren auf Protokollen der „Label“ Qualitäts - Lämmervermarktung. CHTAX
Texel in Reinzucht:
Produktion 2009 wurden 77 % in der Qual.-Stufe C
23 % in der Qual.-Stufe H
0 % in der Qual.-Stufe T
13 % Klasse 2
Fettabdeckung 82 % Klasse 3
5 % Klasse 4
Schlachtgew. im Durchschnitt 21.6 kg
Kreuzungslämmer / Vater Texel
Produktion 2009 84 % in der Qual.-Stufe C
16 % in der Qual.-Stufe H
0 % in der Qual.-Stufe T
Fettabdeckung 96 % Klasse 3
4 % Klasse 4
Schlachtgewicht im Durchschnitt 21.9 kg
Mit der heutigen Produktionsplanung und den momentanen Betriebsstrukturen ist es mir möglich das ganze Jahr Lämmer zu liefern. Die Produktion mit Sömmerung und der Winterweide erfolgt mit einem minimalen Einsatz von Kraftfutter, was mithilft die Wirtschaftlichkeit erheblich zu verbessern.
Ich bin mit dem Erreichten sehr zufrieden und werde weiterhin züchterisch an wirtschaftlich sinnvollen und realisierbaren Verbesserungen weiterarbeiten.
Christoph Steiner