Betrieb Christoph Steiner

Haupterwerbsbetrieb Schafe von

Christoph Steiner,  Kaltbrunn

 

 

Nachdem ich mich hauptberuflich den Schafen widmete und einige Winter eine Schafherde auf der Winterweide durch die Nordwest-Schweiz führte und vier Sommer über 1000 Schafe auf einer Bündneralp betreute, stellte ich den elterlichen, reinen Milchwirtschaftsbetrieb auf Schafhaltung um. Ich bewirtschafte 20 ha Grünland wobei von mitte Juni bis Ende Sept. rund 600 Schafe auf einer Hochalp von einem Hirt betreut am Lukmanierpass sind.

Das ermöglicht mir im Talbetrieb das Winterfutter für die ca. 350 Mutterschafe und die anfallenden Lämmer zu beschaffen. Die Hauptablammzeit ist im Okt-Nov und März-Mai.

Der Schafbestand ist seit einigen Jahren Moderhinke frei und wurde nach den BGK-Bestimmungen  saniert.

Seit Entstehung des Labels SwissPrimLamb liefern wir Lämmer an die Traitafina, die Qualität der Schlachtlämmer hat einen sehr hohen Stellenwert. Auf der Suche nach Schafen, die die stets steigenden Anforderungen erfüllen, stehen nebst  anderen Fleischrassen nun auch Texel auf meinem Betrieb. Die ersten Resultate sind vielversprechend. Ich züchte herdebuchmässig, um die dort verfügbaren vielfältigen Leistungsdaten, als Selektionshilfen ausschöpfen zu können. Momentan sind rund 60 Texel - Mutterschafe in der Reinzucht und die Texel - Widder werden auch als Kreuzungspartner in der Gebrauchsherde zur Qualitätslämmererzeugung eingesetzt. Der Texel überzeugt mich durch seine Genügsamkeit, Robustheit und die ausgeprägte Bemuskelung und erfüllt dadurch die vom Markt gewünschte vorzügliche Schlachtkörperqualität. Meiner Überzeugung nach, kann ich mit einer mittelgrossen und mittelschweren Schafrasse wie dem Texelschaf, mehr Lämmer aus meinem Grundfutter produzieren, was die Effizients und den Betriebserlös positiv beeinflusst. Ein nicht zu unterschätzender  Nebeneffekt ist, dass die Raufutter- und Sömmerungsbeiträge höher ausfallen, weil mehr Mutterschafe auf gleicher Fläche gehalten werden können. Nur mit hochstehender Qualität wird sich ein Haupterwerbsbetrieb mit Schafen am Markt behaupten können.